Rechberg

Geschichte


Die Anwesenheit von Menschen in Rechberg ist seit dem Neolithikum durch den Fund eines Flachbeils aus dunkelgrünem Serpentin bezeugt. Auf der Felsformation in der Nähe befindet sich außerdem ein Schalenstein. Daher gelten kultische Aktivitäten am Plenkerberg als sehr wahrscheinlich. [9]

Während der Römerzeit lag die Gegend um Rechberg etwa fünfzehn Kilometer nördlich der Grenze der Provinz Noricum, die in diesem Bereich vom Limes beziehungsweise von der Donau gebildet wurde , bereits außerhalb der 7,5 Kilometer breiten Pufferzone zwischen Römern und Barbaren. Siedlungsspuren aus dieser Zeit sind auf dem Gebiet der Gemeinde Rechberg nicht nachweisbar.

Der sprachliche Einfluss der slawischen und baierischen Siedlungstätigkeit im 7. und 8. Jahrhundert ist verschiedentlich in den Bauernhof- und Ortschaftsbezeichnungen erhalten geblieben. Die Gegend um Rechberg war ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern gelegen und gehörte ab dem 9. Jahrhundert zur Awarenmark.

Zur Zeit der Babenberger lag Rechberg in der Markgrafschaft beziehungsweise später im Herzogtum Österreich in der Riedmark im Gebiet der Herren von Perg. Die ältesten urkundlichen Erwähnungen erfolgten um 1209 mit einer Kirche in Rechberg, die als Filialkirche von Pierbach bezeichnet wurde. Der Ort war viele Jahrhunderte mit der Herrschaft Saxenegg verbunden, wobei die Burg bereits 1438 weitgehend abgetragen wurde. 1493 gelangte die Herrschaft zur Greinburg. Da Rechberg ab 1525 zur Herrschaft Windhaag gehörte, ist anzunehmen, dass im 16. und anfangs des 17. Jahrhunderts die Pfarre protestantisch war. Unter dem Gegenreformator Joachim Enzmilner wurde Rechberg 1656 eine selbständige Pfarre und war von 1673 bis 1782 dem Dominikanerinnenkloster Windhaag inkorporiert. Die Pfarrer kamen vom Dominikanerkloster Münzbach.

1782 wurde Rechberg Katastralgemeinde und ab 1848 selbständige Gemeinde. Seit 1918 ist Rechberg eine Gemeinde im Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs und Rechberg gehörte bis 1955 zur russischen Besatzungszone.

In den 1970er-Jahren begann mit dem Bau des Stauweilers Rechberg die Entwicklung der Gemeinde zum Urlaubs- und Erholungsdorf, die mit der Schaffung des Naturparks Rechberg beziehungsweise später des überregionalen Naturparks Mühlviertel fortgesetzt wurde. Seither ist auch ein deutliches Wachstum der Bevölkerung zu beobachten.





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